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Name:
Hartmut Hubert (hubert-online@gmx.de)
Datum:So 31 Mai 2009 19:26:49 CEST
Betreff:Meinungsfreiheit und -äußerung in Ehringshausen
 Am Vortag der Informationsveranstaltung im "Dillpark" zum geplantem Baugebiet haben wir unsere Infotafel auf privatem Grund aufgehängt.
Diese Infotafel wurde jetzt, vermutlich durch Befürworter des Baugebietes, entfernt. Ein "Dumme-Jungen-Streich" ist auszuschließen, da die Infotafel mit massivem Draht festgemacht war, der mit entsprechendem Werkzeug aufgetrennt wurde.
Bereits im Vorfeld des Bürgerentscheides wurden unsere Plakate durch eine der sogenannten demokratischen Parteien überklebt. Diese Eingriffe in die Meinungsfreiheit und in das Recht auf Äußerung der eigenen Meinung gab es in Deutschland schon einmal. Keiner möchte diese Zeiten mehr zurück haben. Daher kann ich nur an die Verantwortlichen in der Politik appelieren, ihren Einfluß geltend zu machen, wenn es um die Meinungsfreiheit in Deutschland, und auch in Ehringshausen, geht.
Uns geht es darum, dass die an Bauplätzen Interessierten auch die andere Seite des Baugebietes kennenlernen, sich auch die Akten mit den Gutachten und Stellungnahmen einmal ansehen. Alle Argumente, die uns bewegen dieses Baugebiet als großen Fehler der Kommunalpolitik zu sehen. Ihnen die Augen zu öffnen, dass nicht alles so ist, wie es ihnen verkauft wird.
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Name:
Stefan Kern (apfelkern@web.de)
Datum:Fr 08 Mai 2009 20:52:47 CEST
Betreff:Das sollten Sie mal lesen!
 Das sollten Sie mal lesen! Angesichts der Tatsache, dass die Baugrundstücke auf dem Schlüsselacker nicht so reißenden Absatz finden, wie 2007 propagiert und jetzt eine Vermarktungsaktion stattfindet, rate ich allen Bauwilligen: Schauen Sie genau hin!!
Die ausführlichen Stellungnahmen und Gutachten können Sie bei der Gemeinde einsehen! Ihr gutes Recht!

Unsere gesammelten Zitate:
Aus der Flächennutzungsplanänderung Umweltbericht:
„Die Bohrung wies ab 30 cm unter Flur hydromorphe Bodenmerkmale auf, die auf Wassereinfluss zurückzuführen sind.“ (S. 10)

Aus der Flächennutzungsplanänderung Umweltbericht:
„Der Boden unterliegt stark schwankendem Einfluss des Bodenwassers... Vermutlich kommt es durch Hangzugwasser... zu zeitweise relativ hochstehendem Grundwasser“. (S. 10)

Kreisausschuss Abteilung Wirtschaft, Umwelt und Sport, Fachdienst Natur- und Landschaftsschutz:
„Eine grundsätzliche Forderung des Hessischen Naturschutzgesetzes ist der Schutz der Talauen und Feuchtgebiete. Diese gilt es so zu schützen, dass ihre Leistungs- und Flutfähigkeit sowie ihre Regenerationsfähigkeit auf Dauer gesichert sind“. „Durch eine Bebauung werden die für den Hochwasserschutz notwendigen Retentionsflächen dauerhaft reduziert“.

"Angesicht des Klimawandels werde sich das Hochwasserrisiko in den nächsten Jahren verzehnfachen, warnt der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller (SPD)" (Vera Gaserow: Hochwasser kommt viel häufiger. In: Frankfurter Rundschau vom 11.08.2007 S. 46/47.)

LDK Kreisausschuss Abteilung für den ländlichen Raum Fachdienst Landwirtschaft:
„Aus landwirtschaftlicher Sicht bestehen grundsätzliche Bedenken gegen die Planung“. „Es stellt sich die Frage warum nicht Möglichkeiten gesucht werden .... in der Ortslage das Konzept der Verbesserung der Lebensbedingungen für Senioren umzusetzen.“
Ach! Sie sind gar keine Senioren???

"Allerdings kam es bei dieser Verschiebung zu einer Vergrößerung des geplanten Gebietes um 57 %. Auch mit Blick auf die Bevölkerungsprognosen - im Entwurf zum Regionalplan 2006 ist das Bevölkerungswachstum von Ehringshausen mit minus 6 % prognostiziert - stellt sich für die Naturschutzbehörde die Frage der Notwendigkeit."
(Stellungnahme Natur- und Landschaftsschutz - Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises, Abteilung Bauen und Umwelt)

„Nach unserem Kenntnisstand sind im Gemeindegebiet noch genügend Baulücken vorhanden, die auch unter dem Aspekt der besonderen Wohn- und Lebensanforderungen älterer Menschen [...] geeignet sind.“
(Aus der Stellungnahme der „Abteilung Wirtschaft/Umwelt/Sport des Lahn-Dill-Kreises“)

Was Sie zudem überlegen sollten:

Der Dillpark ist Naherholungsgebiet für ALLE Ehringshäuser!

67% der Wähler sind gegen dieses Baugebiet! (Bürgerentscheid 20. Oktober 2007)

Wollen Sie es sich „gemütlich machen“, wo andere ihre Freizeit verbringen?

Eine gute Entscheidungsfindung wünscht
St.Kern
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Name:
Hartmut Hubert (hubert-online@gmx.de)
Datum:Di 17 Jun 2008 20:04:07 CEST
Betreff:Schlüsselacker - Was wird das Baugebiet kosten?
 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

was wird uns das Baugebiet "Auf'm Schlüsselacker" kosten? Diese Frage wurde immer wieder gerne ausgespart. Aber jetzt gibt es ein paar Zahlen, die ich gerne auf diesem Weg weiter verteilen möchte, da dies von anderer Seite, z.B. im "Wetzlar Kurier" sicherlich nicht erfolgen wird.
Die Zahlen habe ich der Anlage 1 zum Protokoll der 6. Sitzung/15. Wahlperiode des Ortsbeirates Dillheim vom 26.11.2007 entnommen. Dieses können Sie auf der Homepage der Gemeinde Ehringshausen einsehen.

- Bauleitplanung "Schlüsselacker": 25.000,-
- Baulandumlegung "Schlüsselacker": 22.000,-
- Straßenausbau "Schlüsselacker": 262.000,-
- Kanalbau "Schlüsselacker": 161.000,-
- Wasserleitungsbau "Schlüsselacker": 84.000,-

- Wärmeversorgung "Schlüsselacker": 350.000,- (bis 2010)

Lässt man die Wärmeversorgung weg, da dies noch eine fiktive Investition ist, erreicht man trotzdem die stolze Summe von 554.000,- Euro. Auf jedes Grundstück entfallen somit ca. 13.500,- Euro an Investitionen der Gemeinde, und die gesamte neue Infrastruktur muß auch durch alle Steuerzahler der Gemeinde in Zukunft unterhalten werden. Dies alles wurde Ihnen durch die Befürworter des Baugebietes verschwiegen.

Prüfen Sie selber, und entscheiden Sie schon bei den nächsten Kommunalwahlen, wem Sie Ihr Vertrauen schenken können.

Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Hubert


08.02.2009 - Ergänzung

Eine Kostendeckung erreicht die Gemeinde erst, wenn die meißten Grundstücke verkauft wurden. Zum heutigen Stand ist die Anzahl Bauwilliger aber sehr gering.

Damit wird unser Argument, dass dieses Baugebiet nicht notwendig ist weiter unterstrichen. Auch die sinkenden Einwohnerzahlen, von den Befürworter des Baugebietes immer bestritten, sind heute Fakten. Das hat auch nichts mit Schwarzmalerei zu tun, das ist Realität die akzeptiert werden muß.
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Name:
Hartmut Hubert (hubert-online@gmx.de)
Datum:Mi 02 Apr 2008 19:59:04 CEST
Betreff:Nicht veröffentliche Leserbriefe zum Thema Hochwasser im Dilltal
 WNZ vom 09.01.08

Seite 18, Ehringshausen

„Hochwasser im Haigertal halten“

Mit großem Interesse habe ich den Artikel „Hochwasser im Haigertal halten“ in der WNZ vom 09.01.08 gelesen.

Hochwasser und besonders Ehringshausen haben in letzter Zeit ja schon mehrmals Ihre Zeitung beschäftigt.

In dem Artikel heißt es: „In Ehringshausen wurde ... die Lemp ... renaturiert. Es wurden Flächen geschaffen, die dem Fluss das Übertreten erlauben.“ Warum wird unterschlagen, dass in Ehringshausen an der Dill durch den Bau der Osttangente und vor allem die Ausweisung eines neuen Baugebietes in der Flussaue - „Auf’m Schlüsselacker“ - natürliche Retensionsflächen vernichtet wurden bzw. werden und dafür mit hohen Kosten Ausgleich geschaffen werden muss?

Sie verweisen darauf, dass Hochwasserschutzpläne bis 2009 erstellt werden müssen. Ist dies der Grund dafür, dass der Bürgerentscheid in Ehringshausen im Oktober 2007 durchgepeitscht wurde, weil noch schnell vor der offiziellen Bekanntgabe der Hochwasserschutzpläne vollendete Tatsachen geschaffen werden sollten? Ist es möglich, dass die in dem Artikel angesprochenen Simulationsrechnungen für die Dill vielleicht in einer noch nicht entgültigen Form vorliegen (und den Verantwortlichen in Ehringshausen auch bekannt sind), die zeigen, dass das geplante Baugebiet tatsächlich als Überschwemmungsgebiet zu betrachten ist?

Weiter führt Herr Beecht aus: „Die Haigerbachtalsperre komme allen Gemeinden am unteren Lauf der Dill zugute.“ Heißt das etwa, dass dann die gesamte Dillaue in Ehringshausen zugebaut werden kann bzw. soll?

Mit freundlichen Grüßen

Dr.-Ing. Helmut Hubert


Leserbrief zum Artikel vom 09.01.2007 der WNZ
Hochwasser im Haigertal halten
Ehringshausen und Aßlar fordern den Bau einer Talsperre bei Allendorf
Es ist interessant, das gerade Ehringshausen diese Talsperre fordert. Wird doch seit 2007 mit dem Bau der Osttangente, der Entnahme von Aushub für die Osttangente und dem geplanten Baugebiet „Auf’m Schlüsselacker“ massiv in die natürlichen Retensionsflächen der Dill eingegriffen.
Das die Talsperre nicht mehr den Schutz bringen wird, wie es ursprünglich mal errechnet wurde sollte jedem klar sein. Entsteht doch Hochwasser nicht mehr ausschliesslich durch Schneeschmelze im Quellgebiet. Regionale Starkregenfälle sorgen für ein schnelles Ansteigen der Pegel, hier gegen hilft nur ein Erhalt der noch vorhandenen natürlichen Retensionsflächen entlang aller Fliessgewässer. Ein weiteres Einengen wird das Hochwasserrisiko verstärken.
Beispiel ist das Hochwasser im September 2006 an Schelde und Dill. Hier hätte die Talsperre den Anwohnern keinen Schutz gebracht. Und wer noch im Sommer 2006 solch eine Katastrophe vorhergesagt hätte, der wäre ausgelacht worden.
Daher kann ich auch nur an die Politik appellieren, diese Risiken nicht einfach mit einem Lächeln beiseite zu schieben. Kommerz, wie das geplante Baugebiet in Ehringshausen, darf nicht zu Lasten aller anderen Anwohner gehen.

Hartmut Hubert
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Name:
Hartmut Hubert (hubert-online@gmx.de)
Datum:Fr 07 Dez 2007 18:51:14 CET
Betreff:Natürliche Retensionsflächen, notwendig gegen Hochwasser!
 Machen Sie sich selber ein Bild davon, wie die natürlichen Retensionsflächen wirken. Nach den anhaltenden Regenfällen der letzten Tagen sind die Wege und Wiesen des "Dillparks" stark durchtränkt, Oberflächenwasser ist an vielen Stellen sichtbar.
Auch das geplante Baugebiet "Auf'm Schlüsselacker" ist betroffen. Die weitere Versiegelung durch ein überflüssiges Baugebiet, die Einwohnerzahl hat sich trotz diverser Baugebiete in den letzten Jahren kaum verändert, sorgt dafür, dass noch mehr Infrastruktur wie Kanäle, Regenrückhaltebecken und Hochwasserschutz geschaffen werden muß. Dies bedeutet Kosten und Risiken für ALLE, auch für die Gemeinden flussabwärts.
Welche Auswirkungen ein Starkregen gehabt hätte, man möchte es nicht erahnen.
Leider ist eine Begehung durch die Kommunalpolitik wegen schlechtem Wetter ausgefallen. Hier wären die Funktion und die Auswirkungen in den natürlichen und den künstlich geschaffenen Retensionsflächen sichtbar geworden.
Aber wollte man das sehen?

Hier einige Bilder aus der Dillaue von heute:





























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